3. AkU-Aktivitäten im Agenda-Prozess

Der AkU bringt sein Wissen und seine Überzeugungen in die Arbeit des Agenda-Beirates ein. Er ist am Prozess zur Festlegung von Indikatoren aus dem Umweltbereich maßgeblich beteiligt und hat hierzu den Arbeitskreis „Naturschutz-Indikatoren“ eingerichtet. Im Herbst 2007 wird er auch einen Arbeitskreis „Klimaschutzindikatoren“ ins Leben rufen.

Der AkU hat in den Jahren 1995 und 1996 mit einem Flugblatt, einem Infostand und in seinem Jahresbericht die Bochumer SPD kritisiert, da sich diese bis dahin des Agenda-Themas öffentlich nicht angenommen hatte. In einem ausführlichen Infoblatt zum Klimaschutz hat er auch die Erstellung der Bochumer Agenda gefordert. 1997/98 hat der AkU in Kooperation mit anderen Bochumer Umweltgruppen, der „Eine-Welt-Promotorin „, und einigen weiteren Interessierten daran gearbeitet, den Agendaprozess in Bochum in Gang zu setzen. Dies geschah auf Initiative des damaligen „Büros für Umweltberatung“ (Stefan Matthäus) und der Umweltpsychologin Ellen Matthies in Absprache mit dem AkU. Die geplante Initiative galt eigentlich der stärkeren Vernetzung der Bochumer Umweltgruppen.

Der Rat der Stadt Bochum hat endlich am 30.10.1997 die Verwaltung beauftragt ein Konzept für den Anhörungsprozess der Bochumer Bevölkerung und der gesellschaftlich relevanten Gruppen zu entwickeln:

„Die Stadt Bochum verstärkt ihre Bemühungen um eine nachhaltige Stadtentwicklung, indem sie eine Lokale Agenda 21 erarbeitet.
Dazu wird die Verwaltung beauftragt, auf der Basis vorhandener Materialien und Erfahrungen ein Konzept zu entwickeln, wie die öffentliche Beteiligung und die Arbeit an der Lokalen Agenda 21 organisiert und strukturiert werden kann.“

Die Verwaltung hat hierzu Stellung bezogen und eine Verwaltungsvorlage in den Rat eingebracht, welche unter Federführung von Herrn Fleskes, dem jetzigen Vorsitzenden der Bochumer SPD-Ratsfraktion verändert und am 18.06.1998 vom Rat der Stadt Bochum mit den Stimmen der SPD und einiger „Grüner“ verabschiedet wurde. Die restlichen Grünen, die CDU und die FDP haben dagegen gestimmt. Der AkU hat im Vorfeld der Ratssitzung erhebliche Veränderungsvorschläge gemacht und mit Politikern, insbesondere mit Herrn Fleskes, diskutiert. Wesentliche Änderungen, insbesondere für die spätere Überprüfung des Verwaltungshandelns an den zu erarbeitenden Agendaleitlinien konnte er leider nicht durchsetzen. Es ist auch nicht gelungen einen Ratsbeschluß im Konsens aller Parteien zu erreichen. Trotzdem hat sich der AkU am Agendaprozeß beteiligt. Eine („Für die Bochumer Pflanzen- und Tierwelt werden ausreichend große Lebensräume erhalten oder wiederhergestellt, so dass für alle Arten ein langfristiges Überleben gesichert ist.) der 22 Leitlinien stammt vom AkU. Der AkU mahnt immer wieder die Erstellung eines handhabbaren aber trotzdem nicht zu stark reduzierten Indikatorensystems an, mit dem überprüft werden kann, ob das Verwaltungshandeln und die politischen Entscheidungen in Bochum mit den Agenda-Leitlinien im Einklang stehen und somit als zukunftsfähig gelten können.

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