Naturschutz oder Ordnungssinn?

Im Herbst – sp├Ątestens im Fr├╝hjahr – stellt sich die Frage ob die abgestorbenen Bl├╝tenstiele der Stauden auf unserem Staudenbeet im Wiesental abgeschnitten werden sollen oder zum Schutz der Insekten stehen bleiben sollen.

Warum ein bisschen ÔÇ×UnordnungÔÇť im Staudenbeet zugelassen werden sollte.

Gerade vor dem Winter denken sich viele ordnungsliebende G├Ąrtner*innen, dass alles was noch im Staudenbeet steht und verbl├╝ht ist, kurzgeschnitten und aufger├Ąumt werden m├╝sste. Dabei sind es gerade die welken Pflanzenteile, die vielen Tieren im Winter n├╝tzlich sind: V├Âgel nutzen die verbliebenen Samen als Futterquelle; Insekten in allen Lebensstadien ├╝berwintern darin: Erst wenn es im Fr├╝hjahr auch nachts 14 Tage lang durchgehend ├╝ber 7┬░C warm ist sind alle Insekten geschl├╝pft. Nicht zuletzt bieten die alten Pflanzenst├Ąnde auch einen Frostschutz f├╝r die neuen Triebe im Fr├╝hling.

Viel besser ist es also verbl├╝hte Stauden erst im sp├Ąten Fr├╝hjahr – oder besser gar nicht – zu schneiden. Dies geschieht in der Natur ja auch nicht. Unsere Beete dienen n├Ąmlich vor Allem dem Schutz von Insekten. Sch├Ân aussehen m├╝ssen sie erst in zweiter Linie. Au├čerdem kann man sich im Winter dann auch ├╝ber gefiederten Besuch abseits des Futterh├Ąuschens freuen!