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Samstags Kopfweidenschnitt: Wir suchen HelferInnen zum Zusammentragen der Äste, zum Schneiden (Motorsägenschein wäre ideal) und ein Fahrzeug zum Abtransport des Schnittgutes (bitte Anruf unter 0234/350656 oder 0151/24222334).

Neu: Unsere Kindergruppe Unsere Kindergruppe trifft sich jetzt samstags vormittags.

Halloween im Tierpark – Veranstaltung mit dem AkU

Die Termine für den Umweltspürnasenpass 2009 sind online!

Der Aku wurde 25 Jahre alt. Wir begingen den Geburtstag mit Baumpflanzungsaktionen.

Neues zum Igelschutz.

Der globale Klimawandel betrifft alle –mit dem Heizspiegel und Ratgebern zum Klimaschutz lokal anfangen.

Neues aus dem Bochumer Agenda-Prozess – Arbeitsgruppen zum Natur- und Klimaschutz gegründet.

Lokale Agenda 21

Auf diesen Seiten möchten wir den Prozess der Lokalen Agenda 21 vorstellen – konkret für Bochum. Was auf dieser Seite als "roter Faden" kurz angerissen wird, erfährt auf "Agenda im Detail" eine ausführliche Darstellung.
Umfangreiches Material findet sich dann bei den "Agenda 21-Links" im Bereich Links.

Lokale Agenda 21 – Was bedeutet das?

Agenda 21 = Tagesordnung für das 21. Jahrhundert, beziehungsweise was zu tun ist im 21 Jahrhundert.
Lokal = auf eine bestimmte Stadt bezogen, in unserem Falle auf Bochum.

Das ökologisch Notwendige ökonomisch sinnvoll und sozial gerecht umsetzen. Die Entwicklung der "Dritten Welt" ermöglichen und die berechtigten Ansprüche zukünftiger Generationen berücksichtigen."

Unter diesem Leitziel sind alle Kommunen weltweit 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro aufgefordert worden, mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, den gesellschaftlichen Gruppen und der Wirtschaft einen Handlungsplan aufzustellen.

Die Entwicklung des Agenda-Gedankens hat eine lange Vorgeschichte.

1972 fand die erste internationale Umweltkonferenz in Stockholm statt.
Sie wurde von den bereits 1945 (Konferenz von Jalta: Fertigstellung der Charta der "Vereinten Nationen, Februar 1945, Unterzeichnung am 26.06.1995 in San Francisco) gegründeten Vereinten Nationen (UN) organisiert. Auf dieser Konferenz wurde ein Umweltprogramm verabschiedet (UNEP).
Über den Zwischenschritt der Brundtland-Kommission fand 20 Jahre später – also 1992 – die Konferenz für Umwelt UND Entwicklung in Rio, der Erdgipfel, statt.
Dort wurde der Aktionsplan "Agenda 21" beschlossen. Unter anderem sollten alle Kommunen in einem Anhörungsprozeß mit ihren Bürgerinnen und Bürgern bis 1996 eine "Lokale Agenda 21" zur "zukunftsfähigen" Entwicklung der Kommune durchführen.
Kurz vor der Umweltkonferenz in Stockholm erschien ein Buch, welches die Menscheit aufrütteln sollte: "Die Grenzen des Wachstum" von Donella und Dennis Meadows und Anderen vom "Club of Rome". Statt die grundsätzliche Aussage der durch Berechnungen mit einem Computer-Weltmodell (World1 von Jay Forrester) gezeigten Endlichkeit von Rohstoffen und Nahrungsmitteln zum Maßstab zukünftigen Handels zu machen, stritt sich die Menschheit fortan über die Reichweite von Rohstoffen. Dabei ist es ziemlich egal, ob ein bestimmter Rohstoff noch 50 oder 55 Jahre lang zu Verfügung steht. Mittlerweile sind fast vier Jahrzehnte vergangen. Und was ist geschehen?

In Bochum hat der Agenda-Prozeß 1998/1999 endlich begonnen.

Der Rat der Stadt hatte mit Beschluß vom 30.10.1997 die Verwaltung beauftragt ein Konzept zur Durchführung dieses Anhörungs-Prozesses zu entwickeln. Der AkU hat sich für die Erstellung einer "Bochumer Agenda 21" mit der dazu gehörigen umfangreichen Anhörung der Bochumer Bürgerinnen und Bürger durch Politik und Stadtverwaltung engagiert
Am 18.06.1998 hat der Rat dann auf der Grundlage des Verwaltungskonzeptes – leider nicht einstimmig – die Durchführung des Agenda-Anhörungsprozesses beschlossen. Am 15.12.1998 fand dann die 1. Beiratssitzung statt, zu der die vom Rat festgelegten "gesellschaftlich relevanten Bochumer Gruppen" mit je einem Vertreter/einer Vertreterin eingeladen wurden. Die folgenden Personen/Gruppen sind im Beirat der "Bochum-Agenda 21" vertreten:

Name - Gruppe/Organisation

  • Hans-Jürgen Banaschak – DPVW
  • Marianne Barlage – Frauenverbände
  • Dr. Ingo Franke – Arbeitskreis Umweltschutz Bochum e.V.
  • Rolf Geers – Jugendverbände (Jugendring Bochum)
  • Annemarie Grajetzky – Friedensplenum
  • Heike Higgen – Verbraucher-Zentrale NRW
  • Gert Hofmann – Kirchenkreis Bochum
  • Claudia Klönne – Deutscher Kinderschutzbund Bochum
  • Volker Kluge – Deutscher Gewerkschaftsbund, Region Ruhr-Mark, Büro Bochum
  • Holger Kück – Stadtsportbund Bochum e.V.
  • Adolf Meier – Haus + Grundeigentümerverein Bochum e.V.
  • Margrit Mizgalski – Schulen
  • Johannes Motz – Kreishandwerkerschaft Bochum
  • Susanne Rehm – Frauenbeirat
  • Karl-Heinz Schmidt – Seniorenbeirat
  • Michael Wenzel – Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V.
  • Ayla Schmelzer-Wessel – Ausschuss für Migration und Integration
  • Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt - Hochschulen
  • Dagmar Wolf – EineWeltForum Bochum
  • Klaus Wüllner – Industrie- und Handelskammer im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum

Am 30.01.1999 wurde der erste Schritt in die Öffentlichkeit mit einer Info-Börse zur Agenda bei Eco-Textil auf dem Holland-Gelände in Bochum-Wattenscheid vollzogen. Der "richtige" Start der Bochum-Agenda 21 begann dann mit der Agenda-Auftaktveranstaltung auf dem Dr.-Ruer-Platz am 15.05.1999. Der AkU ist im Agendabeirat vertreten. Weitere Bochumer Agenda-Gremien sind die Agendaforen bzw. die Arbeitskreise, das verwaltungsinterne Agendabüro und eine ebenfalls verwaltungsinterne Arbeitsgruppe, die allerdings nur den Ratsbeschluß zur Durchführung des Agenda-Prozesses vorbereitet hat und seitdem nicht mehr getagt hat. Die Struktur des Anhörungsverfahrens, die Themenfelder der Foren und die Zusammensetzung des Beirates wurden vom Rat vorgegeben, anstatt sie zu Beginn der Anhörung von den Bürgerinnen und Bürgern entwickeln zu lassen. Im Laufe des Prozesses haben aber Veränderungen stattgefunden. Der Bochumer Agenda-Prozeß ist auf der Homepage der Stadt Bochum fragmentarisch und sehr umfangreich und gut auf der Homepage des Mietervereins Bochum, Hattingen und Umgegend e. V. dokumentiert. Der Rat der Stadt Bochum hat am 28.06.2001 zweiundzwanzig Agenda-Leitlinien verabschiedet. Eine davon, nämlich die zum Naturschutz, auf Vorschlag des AkU. Um festzustellen ob das Verwaltungshandeln und die politischen Beschlüsse im Einklang mit diesen Leitlinien stehen, hat die Ruhruniversität Bochum ein Indikatorenset vorgeschlagen, welches allerdings nicht zur Anwendung gelangt ist. Auf Ebene des Landes NRW gibt es viel geeignetere Indikatorensets, die aber nur für Teilbereiche vorliegen. Der AkU hat bereits in seinem Vorschlag zum Ratsbeschluß zum Start des Agenda-Prozesses den Rat aufgefordert gleichzeitig ein Verfahren zu beschließen mit dem der Einklang zwischen den aufzustellenden Agenda-Leitlinien und dem Verwaltungs- bzw. politischem Handeln überprüft werden kann. Dies ist nicht geschehen. Der AkU drängt intensiv auf die Entwicklung eines solchen Verfahrens. Die Stadt hat alternativ an dem Modellprojekt von Agenda-Transfer "Planungs- und Entwicklungshilfe Zukunftsfähigkeit" (ursprünglich "Beschlußcheck" genannt) – zusammen mit Dinslaken und Ostbevern – teilgenommen. Dieses Verfahren ist wegen seiner Oberflächlichkeit klanglos in den Verwaltungsschubladen verschwunden.