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Neu: Unsere Kindergruppe Unsere Kindergruppe trifft sich jetzt samstags vormittags.
Halloween im Tierpark – Veranstaltung mit dem AkU
Der Aku wurde 25 Jahre alt. Wir begingen den Geburtstag mit Baumpflanzungsaktionen.
Neues zum Igelschutz.
Neues aus dem Bochumer Agenda-Prozess – Arbeitsgruppen zum Natur- und Klimaschutz gegründet.
Amphibienarten
Arbeitskreis Umweltschutz Bochum e. V. (AkU) stellt Bochumer Amphibienarten vor
Inhalt
Die Amphibien werden in zwei Gruppen unterteilt: Schwanzlurche (Caudata) und Froschlurche (Anura)
Schwanzlurche (Caudata):
Die in Bochum vorkommenden Schwanzlurche (Caudata) werden in die Salamander (Salamandra) und die Molche (Triturus) unterschieden.
Die Salamander (Salamandra)
sind mit nur einer Art in Bochum vertreten:
Der Feuersalamander
(Salamandra salamandra) ist auffällig schwarz-gelb
gefärbt. Er lebt in feuchten Wäldern und wird bis zu 28 cm
lang. Er ist damit der größte in Bochum vorkommende Schwanzlurch.
Nur die Weibchen kommen im zeitigen Frühjahr zur Fortpflanzung
kurz an Quellen und saubere Bachläufe, wo sie bis zu 70 Larven
ins Wasser abgeben, die sich dort mitunter mehrjährig entwickeln.
Früher sah man dieses auffällige Tier häufig nach Regenfällen,
heute ist diese Art in Bochum recht selten geworden. Die Bäche
in Bochum sind größtenteils verbaut bzw. führen Schmutzwasser
und sind somit für die Feuersalamander zur Fortpflanzung unbrauchbar.
Somit gibt es in Bochum nur noch reliktartige Populationen, die alle
akut gefährdet sind.
Von den Molcharten (Triturus) sind drei in Bochum vertreten.
Die in Bochum am häufigsten vorkommende Art ist der Bergmolch
(Triturus alpestris). Er ist bereits sehr zeitig im Frühjahr
an stehenden und fließenden fischfreien Gewässern zu finden.
Anders als der Teichmolch bevorzugt er kühlere Gewässer.
Die Männchen sind auffällig bläulich marmoriert während
die Weibchen schlichter gräulich marmoriert sind. Der Bauch ist
einfarbig orangerot gefärbt. Diese Art wird bis 12 cm lang,
wobei die Weibchen größer werden als die Männchen.
Bergmolche bleiben bis zum Spätsommer in den Gewässern,
wo die Weibchen die Eier an Blättern von Wasserpflanzen befestigen.
Da geeignete Gewässer immer seltener werden nimmt auch der Bestand
dieser Art immer weiter ab. Weiterhin leidet diese – wie
auch die meisten anderen Amphibienarten in Bochum unter der gesetzwidrigen
Entnahme durch Gartenteichbesitzer.
Seltener als der Bergmolch ist der Teichmolch
(Triturus vulgaris).
Die Männchen dieser Art besitzen einen Rückenkamm. Diese
Molchart ist bräunlich marmoriert. Ihre Lebensweise ist der des
Bergmolches ähnlich.
Kurz vor dem Aussterben steht in Bochum die Population des größten in Deutschland heimischen Molches, dem Kammmolch (Triturus cristatus). Er wird bis 16 cm lang, wobei die Männchen durch ihren großen Rückenkamm äußerst imposant erscheinen. Die Färbung ist schwärzlich bis leicht silbern marmoriert. Diese Art braucht größere, fischfreie Gewässer als die beiden vorher genannten Arten. Sie kommt in Bochum nur noch in einem einzigen Teich vor und wird somit sicherlich bald aus dem Stadtgebiet verschwunden sein.
Froschlurche (Anura)
In Bochum kommen noch etwa 6 Arten der Froschlurche (Anura) vor.
Zu den selteneren Arten gehört die Geburtshelferkröte
(Alytes obstetricans). Diese Art wird 5cm lang und ist
einfarbig graubräunlich. Bei Geburtshelferkröten findet
die Paarung an Land statt, wobei die Weibchen die Laichschnüre
bis zum schlüpfen der Larven auf dem Rücken verwahrt. Die
Kaulquappen dieser Art sind größer als die anderer Krötenarten.
Diese Art ist leicht anhand der hohen glockenähnlichen Laute
zu bestimmen. Sie kommt nur noch an wenigen Stellen in kleinen Populationen
im Bochumer Stadtgebiet vor und benötigt baumfreie, sonnenbeschienene
Sommerlebensräume. Wenn diese Art in Bochum erhalten werden soll,
sind dringend spezielle Schutzmaßnahmen nötig.
Weiterhin selten und auch auf offenem Gelände vorkommend ist die Kreuzkröte (Bufo calamita). Die bis 8 cm große grünliche Kreuzkröte mit einem gelben Strich auf dem Rücken (Kreuz) ist auf temporäre Gewässer angewiesen. Diese waren früher häufig in Steinbrüchen zu finden. Sie kommt nur noch an wenigen Orten in Bochum vor. Sie ist besonders gekennzeichnet durch die Fähigkeit, sich auf Industriebrachen anzusiedeln und dort auch an temporären Gewässern schnell neue Populationen aufzubauen. Um diese Art zu erhalten, müssen ihre Lebensräume in strauch- und baumfreien Zustand erhalten bleiben. In den 60-er und 70-er Jahren, zu Zeiten der Zechenstillegungen, kamen beide Arten auf den neuen strauch- und baumlosen Zechenbrachen häufig vor.
Die mit Abstand noch häufigste Krötenart in Bochum ist die
Erdkröte (Bufo bufo). Sie lebt
in Wäldern und kommt im Frühjahr oft massenhaft über
weite Entfernungen von den Überwinterungsplätzen, die bevorzugt
im Wald liegen, zu den Laichgewässern. Erdkröten sind sehr
stark auf ihr Laichgewässer geprägt, das heißt, sie
kommen zum laichen an das Gewässer zurück, in das ihre Eltern
die Eier abgelegt haben. Diese Art ist bräunlich gefärbt
und wird in Ausnahmefällen bis zu 15 cm groß. Aufgrund
der weiten Laichwanderungen ist diese Art besonders durch den Straßenverkehr
gefährdet. Da Bochum sehr zersiedelt ist finden sich nur noch
wenige Populationen, deren Tiere ohne Hilfe durch den Menschen ihre
Fortpflanzungsstätten lebend erreichen.
Unter den Fröschen sind als erstes die Grünfroscharten zu nennen. Eine genaue Beschreibung der Arten ist nicht möglich, da bis vor einigen Jahren noch regelmäßig massenhaft die "Sezierfrösche" von den Universität Bochum in den umliegenden Teichen ausgesetzt wurden. Dies waren Grünfrösche von Populationen aus Südosteuropa. Es haben sich "Mischpopulationen/Unterarten" gebildet. Allgemein kommen diese auffälligen Frösche an jedem größeren Teich vor. Anders als die anderen Anura verbringen diese Tiere ihr gesamtes Leben am Teich. Die Tiere überwintern am Gewässerboden, jagen und paaren sich im Wasser und legen auch dort ihre Eier ab.
Weiterhin gibt es in Bochum noch den Grasfrosch
(Rana temporaria). Dieser Braunfrosch lebt auf Wiesen und
kommt nur zu Paarung bereits sehr zeitig im Frühjahr ans Gewässer.
Früher gab es in Bochum noch 500 Köpfe zählende
Populationen, die aber alle in den letzten Jahren aufgrund noch nicht
ganz geklärter Ursachen auf wenige Dutzend Tiere zusammengeschmolzen
sind. Auch hierbei könnte es an der Entnahme des Laiches liegen.
So wurden an den wenigen verbliebenen Großlaichplätzen
in den letzten Jahren bis zu 90 % der Laichklumpen widerrechtlich
entfernt.
Leider in Bochum bereits ausgestorben ist der als "Wetterfrosch" bekannte
Europäische Laubfrosch (Hyla arborea).
Dieser kleine meist grüne Frosch ist ein ausgezeichneter Kletterer
und lebt häufig in Büschen und auf Bäumen in Gewässernähe.
Dieser Frosch ist sehr klein und wird nur 3,5–5cm groß.
Im Aquazoo Düsseldorf kann man diese Art, wie viele andere einheimische
Arten auch, im Terrarium beobachten.
Das im Bochumer Gebiet bekannte Vorkommen wurde Ende der 60er Jahre
leider vernichtet, wahrscheinlich bedingt durch den Bau der Autobahn A 43.
